Mykoplasmose bei Tauben

2026-02-15

Gesundheit

Mykoplasmose ist eine Krankheit der Brieftauben und der Fluch vieler Züchter. Sie wird durch Bakterien verursacht (Mycoplasma columbinasale, M. columbinum, M. columborale), die sich durch ihren spezifischen Aufbau charakterisieren. Diese Spezifität des Bakterienaufbaus ist sowohl Vorteil als auch Nachteil aus Sicht des Züchters.

Das Bakterium besitzt keine typische Zellwand, wodurch es leicht anfällig für Desinfektionsmittel ist. Der Nachteil dieses Aufbaus ist jedoch die Resistenz gegen Breitspektrum-Antibiotika.


Ausmaß des Problems in Polen

In Polen ist die Mykoplasmose ein sehr ernstes Problem in der Zucht. Schätzungen zufolge sind fast 80% der Tauben infiziert und 70% der wild lebenden Vögel. Solche Daten in Verbindung mit dem schwierigen Zugang zu angemessener Diagnostik schaffen sehr ernste Schwierigkeiten für Brieftaubenzüchter.


Symptome der Mykoplasmose

Mykoplasmen siedeln sich im Atmungssystem an, wo sie Entzündungen verursachen. Zu den klinischen Symptomen gehören:

  • Nasenausfluss
  • Rasseln beim Atmen (offener Schnabel)
  • Bindehautentzündung
  • Schwellung unter den Augen

Gelenkform

Es gibt auch Mykoplasmenstämme, die das Bewegungssystem angreifen und Symptome verursachen, die oft mit Gelenksalmonellose verwechselt werden:

  • Gelenkschwellungen an den Gliedmaßen
  • Flügelgelenkschwellungen
  • Lethargie
  • Lahmheit

Wie kommt es zur Infektion

Die Infektion erfolgt über die Atemwege durch Einatmen von Erregern, auch über die Bindehaut.

Infektionsfördernde Faktoren:

  • Erhöhte Ammoniakkonzentration in der Luft aufgrund mangelnder Hygiene in Verbindung mit schlechter Belüftung oder deren Fehlen
  • Staub
  • Vitamin-A-Mangel
  • Mangan- und Zinkmangel
  • Stress

Vorbeugung und Prophylaxe

Taubenschlag-Hygiene

Die Aufrechterhaltung der Hygiene im Taubenschlag hat sehr große Bedeutung für die Reduzierung von Mykoplasmen-Infektionen.

Wichtige Maßnahmen:

  • Kot regelmäßig entfernen, um erhöhte Ammoniakkonzentration zu vermeiden
  • Belüftungsauslässe vom Staub reinigen, um die Luftqualität zu verbessern
  • Effektive Belüftung gewährleisten, die Staub und Ammoniakkonzentration eliminiert

Richtige Ernährung und Supplementierung

Eine vitamin-, makro- und mikroelementreiche Ernährung stärkt zusätzlich den Organismus gegen Infektionen oder akute Krankheitsverläufe.

Aufgrund infektionsfördernder Faktoren wie Mangel an Vitamin A, Zink oder Mangan sollte die in der Zucht verwendete Ernährung ausgeglichen sein. Diese Komponenten können durch Nahrungsergänzungsmittel oder durch die Ernährung selbst ergänzt werden, indem Zutaten eingeführt werden, die reich an diesen Elementen sind, z.B. Karotten, Kürbis, Eigelb, Quark.

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Eine Gemüse-Kräuter-Mischung mit hohem Gehalt an Biotin, Folsäure, Vitamin A, B6, Kalium, Magnesium, Zink und Mangan.

Dosierung: 1 Teelöffel Mischung pro 1 kg Futter, befeuchtet mit fettreichem Naturjoghurt.

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Unterstützung während der Krankheit

Während der Krankheit ist es wichtig, an die Verbesserung der Atemqualität der Vögel mit Präparaten zu denken, die sekretverflüssigende Eigenschaften haben, damit die Tauben eine Chance auf schnellere Genesung und Komfort während der Infektion haben.

TRS – Atemwegsreinigung

Kräutermischung zur Reinigung der Atemwege mit Eigenschaften, die Schleim verflüssigen und auswurffördernd wirken.

Dosierung: 1 Teelöffel Mischung pro 1 kg befeuchtetes Futter.

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Zusammenfassung

Mykoplasmose ist ein ernstes Problem, das einen umfassenden Ansatz erfordert:

  1. Vorbeugung – Hygiene, Belüftung, richtige Ernährung
  2. Früherkennung von Symptomen
  3. Effektive Unterstützung während der Krankheit
  4. Regelmäßige diagnostische Untersuchungen

Denken Sie daran, dass richtige Vorbeugung immer besser ist als Behandlung. Durch Investitionen in Taubenschlag-Hygiene und richtige Ernährung reduzieren wir das Infektionsrisiko und seine negativen Auswirkungen erheblich.

Guten Flug.